Die Symbolik des Logos
Um Ihnen die Symbolik des Logos zugänglich zu mache, beginnen wir mit einer Frage:
Was sehen Sie als erstes, wenn Sie das Logo betrachten?

Je nachdem, welche Ebene Sie mit Ihrem Blickwinkel in den Vordergrund nehmen, sehen Sie die weisse Fläche, die schwarze Fläche oder das silberne «S» mit der quadratischen Fläche. Versuchen Sie zwischen den Ebenen zu wechseln oder alle drei auf einmal zu sehen. Was bedeuten nun diese verschiedenen Ebenen? Im Folgenden ein Exkurs zur Symbolik, wobei die Aussagen immer im kulturellen und persönlichen Kontext gesehen werden sollen.
Symbolische Bedeutung der einzelnen Elemente:
Quadrat
Ordnung, Materie, Konkretes, Umsetzung, Erde, Mensch, Materielles, Begrenztes
Kreis
Ganzheit, Einheit, Vollkommenheit, Himmel, Gott, Geistiges, Unendlichkeit, Unbegrenztes, Seele, Selbst
Kreis im Quadrat
– ein geläufiges kabbalistisches Symbol für den in der Materie verborgenen Funken göttlichen Feuers
– «göttlicher Funke» innerhalb der «materiellen Hülle»
– das Bemühen des Menschen, seine eigene Substanz in jene der Gottheit
übergehen zu lassen, sich also zur Göttlichkeit hin zu läutern
– den Wunsch, die beiden Elemente «Himmlisches» und «Irdisches» zu einer idealen Übereinstimmung hinzuführen
Schwarz
Unbewusstes, Trieb, Absolutes, Undifferenziertes, Abgründiges, Dunkelheit, Nacht, Passivität, Geheimnis, Urchaos, Tod, Trauer, Böses, Busse, Furcht, Finsternis, Negation der irdischen Eitelkeit, Konservatismus, Fruchtbarkeit, «dunkler Fleck», verborgenes Potential
Weisheit, Geist, Licht, Helligkeit, Tag, Aktivität, Ritual, Reinheit, Wahrheit, Vollkommenheit, Bewusstes, Klarheit, Jungfräulichkeit, gelebtes Potential
Symbolon war ursprünglich ein Tonring, der als Zeichen der Freundschaft vom Gastgeber in zwei Stücke gebrochen wurde. Der Gast nahm den einen Teil mit auf die Reise und gab ihn einem Freund seinerseits weiter. Wenn dieser beim Gastgeber ankam und die beiden Hälften zusammenpassten, war dies ein Zeichen des Vertrauens und der Loyalität. So wird im Symbolon etwas Neues, vor dem legitimierenden Hintergrund des Altvertrauten, erkannt und akzeptiert.
Das davon abgeleitete Wort «Symbol» ist ein Zeichen oder Sinnbild, das stellvertretend für etwas Nicht-Wahrnehmbares steht. Symbole müssen als spezifisch menschliche Äusserungen betrachtet werden, als Versuch, Lebenserkenntnisse über mehrere Generationen hinweg zu vermitteln und konkrete äussere Erfahrungen (mit der Umwelt) zusammen mit inneren Erfahrungen (Gedanken, Gefühle) ganzheitlich auszudrücken. Symbolentwicklung und -verwendung charakterisieren daher zugleich die spannungs- und widerspruchsvolle Auseinandersetzung des Menschen, nicht nur mit der Natur, sondern auch mit sich selbst. Nach C. G. Jung haben die Symbole ihren Ursprung in dem kollektiven überpersonalen Bewusstsein. Sie stellen Ur- und Schlüsselworte des Menschlichen dar.
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