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31. Jan.

Mit weniger mehr erreichen

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Wie Reflexion hilft Ballast zu erkennen und die Komfortzone zu verlassen

Genau ein Monat des neuen Jahres ist vergangen. Sind Sie selbst Ihren Zielen näher gekommen? Und haben Sie das, was Sie sich mit Ihrem Team, Ihren Kooperationspartnern und Kunden vorgenommen haben, erreicht?

Persönliche und organisationale Entwicklungen benötigen Planung, Geduld, Disziplin und eine Vision. Dafür müssen wir den Sinn und das Wesentliche erkennen, meist hohen Einsatz bringen und bereit sein zu verzichten.

Das ist oft schwer, denn unsere Wohlstands- und Angstkultur macht uns träge und wirkt lähmend. Verlustängste werden genährt, Potentialentfaltung wird verhindert. Viel zu viele „wenn“ und „aber“ stehen uns im Weg. Kennen Sie Aussagen oder auch eigene Gedanken wie „Ich kann das nicht, weil irgendjemand oder irgendetwas …“? Oft werden Blockaden und Misserfolge mit äußeren Faktoren begründet. Doch diese Gedanken oder sogar Einstellung ist unreif und selbstverhindernd. Denn äußere und innere Faktoren bewirken sich gegenseitig.

Der folgende Film symbolisiert mit dem Berg hohe Ziele und der Mondsichel das Reflektieren, in sich gehen und Verborgenes erkennen. Auch wenn der Mond zwischenzeitlich aus unserem Blick verschwindet, so ist er doch immer da. Mit Reflexion klären wir die Höhe und Weite unseres Tuns bereichern es mit Tiefe und Sinn.


Reflexion hilft in der Überfülle der Möglichkeiten sich zu erinnern, dass es bei zentralen Veränderungen in erster Linie nicht darum geht, was wir verstärken oder vermehren, sondern was wir reduzieren oder abschaffen. Effizient ist, wer in der Zusammenarbeit sich gegenseitig ermutigt Klarheit zu schaffen und unnötigen Ballast abzuwerfen. Leichtes Gepäck ermöglicht Agilität im Innen und Außen.

Im gemeinsamen Tun ist es erfolgsentscheidend, laufend blinde Flecken bewusst zu machen, Selbstverantwortung zu ermöglichen und entschlossen die Komfortzone zu verlassen. Dies eröffnet neue Perspektiven und sich kraftvoll Zukunftschancen hinzuwenden. Auch gemeinsam reflektierte und durchaus auch hohe Ziele zu setzen. Optimistisch zu sein und gleichzeitig damit zu rechnen, dass das Angestrebte eventuell nicht erreicht werden kann.

Außergewöhnliche Ziele, sei es für sich selbst oder die Organisation, brauchen eine innovative Einstellung und ansteckende, beflügelnde Aufbruchsstimmung. Schlussendlich ist etwas nicht Erreichtes ein kleinerer Verlust als eine vertane Chance. Noch ganze 11 Monate liegen in diesem frischen, chancenvollen Jahr vor uns. Auf geht’s mit weniger, für mehr Erfolg!

Christine Kranz im Web
christine.kranz@symbolon.com ∙ www.symbolon.com
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Filmnachweis: © shutterstock Wilderness Snow Mountain Peaks

Weitere Impulse zur Zielerreichung finden Sie im weekend magazin Interview ‚Erfolgreiches 2017 – Zielgerade‘ vom 20.1.17

13. Nov.

Gelebte Visionen

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Die Vision steht für die meisten erfolgreichen Menschen im Zentrum ihrer Aufgabe.

Im Management ist das Wort „Vision“ mittlerweile schon fast nicht mehr wegzudenken und wehe dem, der keine hat. Doch was sind denn Visionen wirklich? Nicht alle schaffen es von Kate zu Duchess Catherine zu werden und nicht aus jeder Nachwuchsfrau wird eine erfolgreiche Geschäftsfrau oder Top Managerin. Nicht alle Unternehmerinnen werden Millionärinnen und nicht alle Sportlerinnen gewinnen Gold in der Weltklasse. Spielen Visionen dabei wirklich eine Rolle? In Interviews überrascht es immer wieder, dass Karrieren nicht geplant wurden, sondern „einfach so“ entstanden sind. Die Visionen werden dann so zu sagen nachgeliefert, nachdem der Erfolg sich schon eingestellt hat. Und doch: nachhaltig erfolgreiche Menschen haben eine ganz starke Vorstellung von was sie im Leben tun und erreichen möchten und sie leben dieser ziemlich kompromisslos nach.

Familienfrau oder doch CEO?
Der Unternehmer – nennen wir ihn hier Andreas Z. – war schon etwas in die Jahre gekommen. Seine drei akademisch gebildeten Söhne hatten ihren Berufseinstieg erfolgreich gemeistert und Andreas Z. hoffte, dass sie einst das Unternehmen übernehmen und weiter ausbauen würden. Eilig hatten es letztere jedoch nicht mit der Machtablösung – sie pflegten lieber ihre teuren Hobbies. Für die Tochter Roxanne – obwohl auch sie mit Studienabschluss – war anderes geplant: Sie würde dereinst wohl heiraten – allenfalls wäre der potentielle Schwiegersohn ein künftiger Nachfolger. Doch es kam alles anders! Die Wirtschaftskrise hinterließ tiefe Spuren im elterlichen Geschäft, ein drohender Konkurs war nicht mehr auszuschließen. Die Söhne verloren ihr bescheidenes Interesse am Einstieg und empfahlen ihrem Vater, die Firma zu verkaufen. So entschied sich Roxanne, die mittlerweile mit einem Künstler verheiratet war, ihre ganze Kraft einzusetzen, um die wankende Firma zu sanieren und weiterzuführen. Sie wusste zwar nicht genau warum, aber es schien ihr, dass das von ihrem Urgroßvater gegründete Unternehmen nicht vor die Hunde gehen dürfte. Unterstützung  bekam sie anfangs wenig. Weder ihr Vater, noch die Brüder noch die Bank trauten ihr das Abenteuer zu. Erst nach mehreren Monaten Überzeugungsarbeit wurde sie „zugelassen“. Heute ist sie eine erfolgreiche CEO, nicht ohne Rückschläge, aber mit großer Überlegtheit und Motivation und extrem hohem Einsatz. Obwohl es ihr gelungen ist, das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, weiß sie, dass noch viele, vielleicht wesentlich grössere Herausforderungen auf sie warten. Sie ist zufrieden und stolz, ohne dass sie dabei ihren Willen, ihre Bescheidenheit und ihre sachliche Haltung eingebüßt hätte.

Viel arbeiten ist noch längst nicht Karriere machen….
Marita hatte es schon schwieriger. Ihr Erststudium in Mathematik führte nicht zu einem befriedigenden Job, so studierte sie Volkswirtschaft und schloss mit Doktorat ab. Um schnell viel Geld zu verdienen, ließ sie sich von einer Investment-Bank anheuern, doch da gefiel ihr die Kultur nicht. Sie machte sich selbständig als Finanzberaterin, um ihr Leben besser gestalten zu können, doch das erwies sich als schwieriger als sie sich dies vorstellte. Dank ihrer reichhaltigen praktischen Erfahrung, ausgezeichneter Referenzen und einem guten Netzwerk schaffte sie den Einstieg als Professorin mit Teilzeitpensum an einer Fachhochschule, doch auch das füllte sie nicht aus. Sie engagierte sich in verschiedenen Projekten und start-ups, um ihr, wie sie meinte, eintöniges Berufs- und mangelndes Privatleben aufzupeppen. Eine unfreiwillige Zäsur führte zu einigen Monaten „sabbatical“, in welchen sie sich mit ungewohnten Dingen auseinandersetzte, um ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Zufällig traf sie auf eine Idee, welche sie restlos begeisterte! Sie forschte, sie lernte, sie schrieb, sie entwickelte, sie publizierte, sie netzwerkte und je mehr sie sich mit der Materie auseinandersetzte, umso mehr wollte sie sich für genau dieses Thema engagieren! Sie hatte das gefunden, wonach sie ihr Leben lang gesucht hatte! Damit wollte sie sich nun exklusiv befassen, davon leben, darin Meisterschaft erlangen und international ganz vorne dabei sein.

Was verbindet die beiden Geschichten? Beide Frauen hatten nicht mit einer Vision angefangen, sondern sie sind darauf gestoßen. Visionen haben nun mal die Tendenz, uns zu finden; etwa so, wie die Liebe uns und nicht wir die Liebe finden……. Doch auch hier können wir ein bisschen nachhelfen.

Lassen Sie sich berühren!
Während wir ganz ohne Absicht durchs Leben flanieren treffen wir auf Dinge und Situationen, die uns freuen, begeistern, ärgern, traurig machen oder entsetzen. Meistens flauen diese Gefühle nach kurzer Zeit wieder ab, weil wir uns nicht oder (zu) wenig darauf einlassen. Doch genau diese Emotionen sind Einladungen für Visionen. Ob wir unser Leben geben wollen für etwas, das uns fasziniert, oder ob wir eine Misere in etwas Positives verwandeln möchten – Visionen mögen im Kopf entstehen, tragfähig werden sie jedoch nur, wenn wir unser Herz beteiligen. Roxanne bedrückte es, dass das Familienunternehmen pleite gehen oder verkauft werden sollte, Marita fand ihre große Liebe in form einer zündenden Idee, die sie anspornte.

Sind Sie oder Ihre Vision grösser?
Solange wir nicht bereit sind, etwas Grösserem zu dienen als wir selber sind, beschränken wir uns auf das Machbare. Typischerweise liegen Visionen an der Peripherie unserer Möglichkeiten: wir wissen nicht, ob sie gelingen, aber wir sind bereit, alles dafür einzusetzen. Das macht Visionen auch gefährlich, denn wie viele haben ihr Leben, ihre Gesundheit, ihr Vermögen oder ihre Beziehungen auf’s Spiel gesetzt und eventuell sogar verloren, um ihre Visionen zu erfüllen. Marita hat ihre Stelle aufgegeben und alles auf eine Karte gesetzt, Roxanne hat ihr Familienleben und ihr Vermögen eingebracht.

Ist es Wahnsinn oder Vision?
Visionen sind ursprünglich mystische Erfahrungen, meist mit religiösem Charakter. „Sehende“ wurden sowohl als Propheten und Orakel verehrt, wie auch verfolgt und als Hexen verbrannt. Visionen gehören auch zu den psychotischen Zuständen und werden psychiatrisch behandelt, denn sie sind weit mehr als einfache Vorstellungen und Phantasien: sie erfassen unser gesamtes Wesen, so dass wir ihnen folgen müssen. Jeanne d’Arc, die 18-jährige Bauerntochter zog aufgrund göttlicher Eingebungen in den Krieg und gewann die Schlacht bei Orléans gegen die Engländer. Mozart „hörte“ die Musik schon als kleines Kind, er konnte sie einfach niederschreiben. Ein Berufswunsch, der schon in jüngsten Jahren entsteht und konsequent umgesetzt wird, kann eine Vision sein, oder das tiefe Wissen darum, wo man einmal leben wird.

Wie können wir unterscheiden, ob unsere Vision eine gesunde oder eine kranke ist? Es gibt dazu einen Grundsatz: wenn es richtig ist, ist es irgendwie einfach und geht ganz leicht: Das, was man sich vornimmt gelingt, Unterstützung kommt wie von selbst, wunderbare Zufälle ergeben sich und wir „wissen“ im Innersten, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Fingerzeige des Unbewussten
Der grösste Teil unseres Handelns und unserer Entwicklung läuft jenseits unseres bewussten Denkens ab. Im Unbewussten dürfte wohl auch das gespeichert sein, was wir Lebensaufgabe oder Seelenentwicklung bezeichnen. Wir finden unsere Vision am ehesten, wenn wir auf die Dinge achten, mit welchen wir Resonanz empfinden. Die Intuition – Eingebungen frei von Angst und Wunschdenken – hilft uns, die richtigen Entscheidungen zu treffen. C.G. Jung prägte das Zitat: „So lange wir das Unbewusste nicht bewusst machen, nennen wir es Schicksal“. Prüfen wir also, wo unsere Visionen herkommen! Dazu brauchen wir Zeit für Reflexion, Kontemplation und Meditation, resp. Tagträumen.

10 % Inspiration, 90 % Transpiration
Ohne konsequente Umsetzung wird aus der schönsten Vision nichts! Erst durch den vorbehaltlosen Einsatz, jahrelanges Üben und Experimentieren wird aus Vision Erfolg. Das Lebenswerk gelingt selten auf Anhieb. So hatte die heute Duchess Catherine und Gattin des englischen Kronprinzen William den Übernamen „waity Katy“, denn nach ihrer Trennung vor einigen Jahren glaubte außer ihr niemand mehr, dass das etwas werden würde aus der Beziehung mit dem begehrtesten aller englischen Junggesellen. Ähnlich geht es vielen Künstlerinnen und Wissenschafterinnen: Nur wenn sie sich und ihrer Vision gegen alle Widerstände treu bleiben gelingt – vielleicht – irgendwann der große Durchbruch.

Es gibt keinen Weg zum Glück – das Glück ist der Weg (Buddha)
Dieses großartige Zitat gilt auch für die Umsetzung der Vision. Diejenigen, welche das verfolgen, was für sie wirklich zählt, empfinden die Befriedigung nicht primär durch die Erfolge, sondern in erster Linie durch die Auseinandersetzung mit der Materie. Wer nur auf Resultate ausgerichtet ist, wird häufiger Frustration empfinden, als wer sich intensiv mit dem befasst, was ihr wichtig ist, sie interessiert und Spaß macht.

Christina Kuenzle im Web
christina.kuenzle@symbolon.com ∙ www.symbolon.com
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Bildnachweis: Mondlandschaft, 1892-1929, Albert Trachsel, Kunstmuseum Solothurn

Dieser Artikel ist im Businessmagazin Ladies Drive erschienen.

16. Dez.

Glück ermöglichen & Schicksal gestalten

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Kennt Fortuna die Geheimnisse des Schicksalsrads? Bestimmt und verändert die Glücks-und Schicksalsgöttin der römischen Mythologie das Schicksal? Ihre Launenhaftigkeit macht sie unberechenbar, in gewisser Weise ein Abbild der allgegenwärtigen Ungewissheit. Denn auch wenn wir glauben zu wissen, was wir tun, können wir trotz dessen nicht sicher sein, was es bedeutet und welche Auswirkungen es hat.

Mit Achtsamkeit das Arbeitsleben gestalten
Gerade in der Wissensgesellschaft ist Achtsamkeit ein Schlüssel, um sich und sein Umfeld nicht mit Fehlentscheidungen zu verstricken. Denn Schicksal wird durch die eigene Ausrichtung erzeugt. Menschen, die sich selbstverantwortlich um eine bewusste Lebens- und Arbeitsgestaltung bemühen, zeichnen sich in ihrer individuellen und authentischen Lebensführung aus. Dabei hilft es in der Balance zwischen Egoismus und Altruismus zu schwingen: In der persönlichen Umsorge um das ganz eigene Ich und gleichzeitig im Einsatz für das kollektive große Ganze. Denn nur eine selbstreflektierte starke Persönlichkeit kann in der Gesellschaft und Arbeitswelt nachhaltige Spuren zur Ermöglichung von erfüllendem Schicksal hinterlassen. 

Im Fluss des Lebensrads loslassen und Chancen ergreifen
Das Kunstwerk „Das Rad des Glücks“ von Edward Burne-Jones stellt die Glücksgöttin Fortuna dar, wie sie über das Schicksalsrad wacht. In der Drehung des Rades folgt nach der Höhe die Tiefe und nach dem Fall der Aufstieg. Der persönliche Einsatz und Zusammenhalt der Menschen und ihre gegenseitige Unterstützung verstärkt das Glück und gestaltet Schicksal. Selbstreflexion hilft den natürlichen Fluss der Lebenszyklen aufrechtzuerhalten. Wir sind klarer, welchen unnötigen Ballast wir mit uns tragen und wovon es Zeit ist, sich in Frieden und Dankbarkeit zu verabschieden. Der dadurch frei werdende Gestaltungsraum eröffnet neue Blickwinkel auf sich und das Umfeld und macht verborgene Optionen sichtbar. Sich zu trauen Wagnisse einzugehen und Chancen entschlossen zu ergreifen, setzt die Kraft zur Lebensgestaltung frei. In den Zyklen des Lebens können wir mit Mut und Vertrauen immer wieder über uns hinaus wachsen und einen hohen Reifegrad erlangen.

Kultur des verantwortungsvollen Förderns
Wer mit Menschen arbeitet – sei es in Führung, im Management, mit Kunden und in der täglichen Zusammenarbeit – übernimmt Verantwortung für die innere und äußere Entwicklung. Das Ziel ist der Erfolg der Anderen. Mitarbeitende und Kunden zu befähigen und sich wertschätzend über das Erreichte zu freuen. Menschen sind innerlich motiviert, wenn man auf sie eingeht und sie sich verstanden fühlen. Schlüsselfragen wie die folgenden zu stellen, schafft Klarheit und gibt Kraft für die Bewältigung der Herausforderungen. Sie vertiefen die Beziehungsebene und stärken den Zusammenhalt:

∙ Wie geht es Ihnen in unserer Zusammenarbeit?
 Bekommen Sie von mir genug Rückmeldung und Wertschätzung?
 Was brauchen Sie von mir, dass es Ihnen gut geht und Sie erfolgreich sein können?

Die fördernde Kulturentwicklung kann jeder mitgestalten. Mit Ehrlichkeit, Empathie und echtem Interesse an sich selbst und an den Anderen. Glück zu bewirken ist einfach, wenn wir uns frei von Vorurteilen dem Rad des Lebens hingeben, aus dem durchlebten Schicksal Erkenntnisse schöpfen, und dankbar weiter gehen. Wie fast von selbst entwickeln sich Visionen und Stärke, um erfolgreiche und bedeutungsvolle Werke zu erschaffen.

Christine Kranz im Web
christine.kranz@symbolon.com ∙ www.symbolon.com
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Bildnachweis: The Wheel of Fortune, 1883, Edward Burne-Jones, Musée d’Orsay, Paris

30. Nov.

Was ist Erfolg?

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Ein 41-jähriger Vertriebsmanager eines Weltkonzerns hat auf meine Frage, was für ihn Erfolg sei, Folgendes geantwortet: „Der erste psychologische Reflex lässt Erfolg mit Geld verschmelzen, aber das ist es nicht. Erfolg ist, morgens gesund aufzuwachen und jeden Tag mindestens eine gute Tat zu vollbringen. Der Rest kommt dann von ganz alleine.“

Was ist Erfolg und wann ist jemand erfolgreich? Dazu gibt es viele individuelle Antworten, und doch erleben schon Kinder in den Schulen, wann sie erfolgreich sind und wann sie versagt haben. Die Gesellschaft definiert Erfolg zum Beispiel über Statussymbole, Auszeichnungen und Friedensnobelpreise. Und dennoch: Das wesentliche Erfolgsgefühl hat zum grössten Teil mit einem selbst zu tun. Es entspringt aus der Lebensgeschichte und den Möglichkeiten, die jedem Einzelnen zur Verfügung stehen. Auch wie man sich entwickeln möchte und welche Potenziale man entfalten kann. Sich die Frage nach den Erfolgskriterien immer wieder neu zu stellen und die individuelle Antwort zu finden, ist ausschlaggebend für ein sinnerfülltes Arbeits- und Privatleben.

Sternennacht von Van GoghDie Adventszeit ist die Zeit der Besinnung. Die Tage werden kürzer und laden zur persönlichen Einkehr ein. Das Wesentliche offenbart sich in der Stille, indem man sich Zeit nimmt, das zu Ende gehende Jahr zu analysieren und zu reflektieren. Reflexion ermöglicht zusätzlich zu den analytischen Einschätzungen, die Wahrnehmung zu schärfen. Mit der Analyse teilen wir zum Beispiel ein in gut oder schlecht, viel oder wenig, schnell oder langsam. In der Reflexion wird bewusst wie es ist. Zum Beispiel stimmig oder unstimmig, sinnvoll oder unsinnig, erfüllend oder mühselig.

Reflexionsräume eröffnen Erkenntnisräume. Erkenntnisse, die aufzeigen, was es braucht, damit das kommende Jahr ein erfolgreiches wird, was zum Gelingen beiträgt. Nicht nur in Zahlen und Fakten gemessen, auch in den verschiedenen Dimensionen der nachhaltigen und langfristigen Entwicklung, in der Menschen in ihrer Kompetenz und Persönlichkeitsentwicklung gefördert und unterstützt werden. In der Reflexion entsteht meist ein inneres Bedürfnis, auf globale Problemstellungen und der Auswirkung auf die Natur Rücksicht zu nehmen und den Folgen Rechnung zu tragen.

Geht der eigene Erfolg auf Kosten von Anderen, so braucht es eine selbstkritische Haltung, die zu mehr Verantwortungsbewusstsein führt. Diesbezüglich ehrlich zu sein, ist nicht leicht. Gerne wäscht man sich rein, indem man das Ganze schönredet. Nur weil es andere auch so tun, ist dies keine Entschuldigung. Wir haben die Möglichkeit beispielhaft voran zu gehen. Durch die offenen Informationsplattformen wissen wir, welche Auswirkungen unser Handeln hat. Das Wissen und die damit gewonnenen Selbsterkenntnisse können uns helfen, unser Tun zu wandeln. Denn wie der Anfangs zitierte Manager sagt, ist nicht Nehmen, sondern vielmehr Geben sein Erfolgsfaktor.

Wir haben die Möglichkeiten, die Fragen zu priorisieren: Mit welchen Menschen arbeite ich zusammen? Wie tun wir es? Was tun wir? Als Erstes geht es um die Menschen. Mögen es die Mitarbeiter, die Kunden und Lieferanten sein, so ist es ausschlaggebend, dass die Werte übereinstimmen oder zumindest kompatibel sind. Es ist alles viel leichter, wenn die Chemie stimmt, eine gewisse Sympathie da ist. Ein verständnisvolles Wohlwollen dem anderen gegenüber ist die Voraussetzung für soziales Engagement. Als Zweites könnten wir uns fragen, wie wir es tun. Welche Einstellung haben wir und wie gehen wir miteinander um? Schaffen wir es, Rücksicht zu nehmen auf das, was der Einzelne braucht, um seine Fähigkeiten optimal einzubringen? Synergien werden so genutzt und mit einer gegenseitigen Förderung ist die Chance gemeinsam zum Erfolg zu kommen höher. Dann steigt auch in schwierigen Zeiten die Bereitschaft, zusammenzuhalten und sich und das Unternehmen gemeinsam weiterzuentwickeln. Die langfristige Freude über das Geschaffte ist tiefgreifender und erfüllender.

Ist Erfolg dasselbe wie Glück? Bedingt Erfolg nicht auch, Raum zu schaffen für neue Erfahrungen und Misserfolge? Wie stark liegt der subjektive Erfolg in der eigenen Hand? Was macht ein erfolgreiches gelungenes Leben aus? Die Fragen nach der Definition von Erfolg mögen offen bleiben. Denn es könnte sein, dass die Antwort sich ständig wandelt. Je nach persönlicher Situation und gesellschaftlichen Themen. Die längeren Nächte bieten Raum, in sich zu kehren. Dort liegt die ganz persönliche Antwort, um sinnerfüllt und kraftvoll ins neue Jahr zu starten.

Christine Kranz im Web
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Bildnachweis: Sternennacht1889, Vincent van Gogh, Museum of Modern Art, New York

Der Artikel „Was ist Erfolg?“ wurde am 30.11.2013 in Wirtschaft Regional der Vaduzer Medienhaus AG veröffentlicht. pdf öffnen

25. Nov.

Reine Analyse übersieht Wesentliches – Reflexion geht tiefer!

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Die Zeit ist reif, dass die Wirtschaft Reflexionsprozesse versteht und nützt.


Die Wirtschaft und Weiterbildungssysteme beschäftigen sich immer mehr mit Reflexion und Selbstreflexion. Meist wird jedoch nicht verstanden, wie wirksame Reflexion vor sich geht und welchen unternehmerischen Nutzen sie hat. Nur wenige wissen, was genau der Unterschied
zur Analyse ist. Die Zeit ist reif, den Gewinn eines Reflexionsprozesses zu erläutern und in der Differenzierung zu Analyseprozessen Klarheit zu schaffen. Denn nur so kann die Reflexionskompetenz gezielt gemessen, entwickelt, angewendet und genützt werden.

Die Analyse ist ein aktiver Denk-Prozess, in dem Sie Zahlen, Fakten, Ereignisse, … verbinden,
sie in einen Kontext stellen, Ergebnisse ableiten und Schlüsse daraus ziehen. Sie verwenden fast ausschließlich Ihren intellektuellen faktenbezogenen Zugang zur Welt.

Die Reflexion ist ein passiver Nachspür-Prozess, in dem Sie Eindrücke, Ahnungen, Stimmungen, … wahrnehmen, Sie sich ihnen annähern, sie erfassen und Erkenntnisse erlangen. Sie verwenden fast ausschließlich Ihren intuitiven gefühlsbezogenen Zugang zur Welt.

Für die Analyse bleiben Sie persönlich an der Oberfläche, im Außen, in Distanz, bei den Aspekten die mess- und sichtbar sind. Der Analyseprozess selbst ist schnell und umfangreich.

Für die Reflexion gehen Sie persönlich unter die Oberfläche, nach Innen, in Kontakt, zu den Aspekten, die nicht greifbar und unsichtbar sind. Der Reflexionsprozess selbst ist verlangsamt und durchdringend.

Die Unterschiede zwischen Reflexions- und Analyseprozessen können Sie anhand des Kunstwerks von Claude Monet nachvollziehen. Sie stellen sich vor, dass Sie im Bild sind und die Landschaft von der Brücke aus betrachten und analysieren, was Sie alles an Pflanzen und Tieren sehen. Wenn Sie an das Ufer treten und in die Tiefe des Wassers schauen, sehen Sie nur verschwommen, was sich darin befindet. Einem Reflexionsprozess entspricht, wenn Sie sich Zeit nehmen und genauer schauen. Nach und nach können Sie klarer erkennen, was sich unter der Wasseroberfläche abspielt.

Wollen Sie diese Visualisierung vertiefen, dann können Sie die Anleitung dazu herunterladen: „Das Einlassen auf Reflexionsprozesse“, Seite 100-101. Das PDF ist eine Leseprobe aus meinem Praxisbuch „Durch Selbstreflexion zum Erfolg“.

Für Ihre eigene Persönlichkeitsentwicklung ist es wichtig, dass Sie den Unterschied zwischen Selbstanalyse und Selbstreflexion kennen. In der Selbstanalyse denken Sie über sich nach, ohne mit sich in eine innere Beziehung treten zu müssen. In der Selbstreflexion tauchen Sie ein in Ihre inneren Persönlichkeitsebenen. Dort finden Sie Ihre Stärken und Schwächen und gleichzeitig Ihre Bedürfnisse und Antreiber. Sie begegnen sich echt, ohne sich mit einer Verhaltenssteuerung künstlich zu verändern. Aus Verständnis wird Erkenntnis – aus Wissen wird Gewissheit.

Zum Beispiel hat eine Führungskraft durch eine Selbstanalyse festgestellt, dass sie Mühe hat sich einzuordnen und anzupassen. Dieses Wissen war für sie als solches nicht neu. Trotz Bemühungen schaffte sie es nicht, die Spannungen, die sie dadurch in ihrem Arbeitsumfeld erzeugte, zu beheben.

Durch die Selbstreflexion konnte sie erkennen, dass sie ein grundsätzliches Problem mit Nähe und Distanz hat und dass, sobald ihr Entscheidungsfreiraum eingeschränkt wird, sich in ihr unüberwindbare Widerstände aufbauen. Sie erkannte, dass sie um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, eine klarere Abgrenzung des eigenen Verantwortungsbereichs braucht und dass sie, wann immer angebracht, ihr inneres „Nein“ kommunizieren muss. So kann sie Spannungen und Widerständen, die sich bei ihr und Anderen aufbauen würden, vorbeugen. Die Führungskraft bekam Klarheit, welche Vorschläge sie dem Vorgesetzten machen wird, um die Arbeitssituation so zu verändern, dass sie ihr optimale Bedingungen bietet. Sie nahm ihre Situation mit Selbstverantwortung und unter Berücksichtigung ihrer eigenen Stärken und damit verbunden Schwächen in die Hand. Ein Entschluss zum Change, der von ihrer inneren Persönlichkeit heraus mit Gewissheit getragen und lösungsorientiert umgesetzt wurde.

Wenn Sie Ihre Kompetenz zur Selbstreflexion entwickelt haben, werden Sie in Ihren Erkenntnissen immer klarer und sicherer. Erweitern Sie Ihre Kompetenzen, indem Sie sich als Führungskraft, Entscheidungsträger oder Fachkraft Ihren Zugang zur Selbstreflexion erschließen. Ihr Leben wird in vielerlei Hinsicht für Sie und Ihr gesamtes Umfeld erfüllter und erfolgreicher.

Christine Kranz im Web
christine.kranz@symbolon.comwww.symbolon.com
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Bildnachweis: Pen and calculator on paper, Evlakhov Valerity, shutterstock; Le Bassin aux nymphéas, harmonie verte, 1899, Claude Monet (1840-1926), Musée d’Orsay, Paris

16. Nov.

Das Selbstbildnis von Frida Kahlo als Spiegel des Ich`s

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Kunstwerke führen Sie zu Ihren inneren Persönlichkeitskompetenzen

Frida Kahlo Selbstbildnis MCMXLIFrida Kahlo (1907-1954) hat sich auf ganz besondere Weise im Spiegel betrachtet. In ihren Selbstbildnissen hat sie ihr inneres Erleben in allen Schattierungen durch Stimmung und Symbolik dargestellt. Schonungslos hat sie ihre unsichtbaren Gefühle auf der Leinwand in die Sichtbarkeit gebracht. Frida Kahlos Fähigkeit sich selbst ehrlich wahrzunehmen und sich mit ihren Gefühlen auseinander zusetzen ist beeindruckend und einzigartig. Sie selbst sagte über ihren Kunststil:

„Man hielt mich für eine Surrealistin. Das ist nicht richtig. Ich habe niemals Träume gemalt. Was ich dargestellt habe, war meine Wirklichkeit.“

Frida Kahlos Kunstwerke faszinieren. Sicherlich wegen der malerischen Leistung und ihrem Talent. Vielmehr jedoch, weil Leinwand, Farbe und Pinselstriche ihre tiefe Innenwelt mit allen Emotionen darstellen. Beim Betrachten der Selbstbildnisse sehen Sie die „Wirklichkeit des Ich`s von Frida Kahlo“. Sie erahnen, was die unterschiedlichen Ereignisse ihres Lebens auf ihren inneren Persönlichkeitsebenen bewirkt haben. Sie erleben förmlich mit, welche Emotionen und inneren Bilder sie hatte. Die Kunstwerke sind intensiv, fesselnd und ziehen den Betrachter in den Bann. Genauso faszinieren ihre Persönlichkeit und ihr Leben.

In den Bildern von Frida Kahlo können Sie einiges von sich selbst erkennen. Versuchen Sie es und nehmen Sie sich Zeit für eine Selbstreflexion. Betrachten Sie in Ruhe das hier dargestellte Selbstbildnis.

1940, Frida Kahlo (1907 – 1954), The University of Texas at Austin

Halten Sie inne und fragen Sie sich, was das Dargestellte in Ihnen für Assoziationen auslöst.
Lassen Sie sich von den vielen Symbolen im Gemälde in Ihre eigene Bilderwelt versetzen. Was im Kunstwerk zieht Sie an? Was stößt Sie ab? Welche eigenen Persönlichkeitsanteile mit Stärken und Schwächen erkennen Sie beim Betrachten des Bildes? Wie wirkt sich dies auf Ihre Arbeitssituation aus? Nehmen Sie sich etwas Zeit um sich auf das Kunstwerk einzulassen und den Fragen und Ihren Assoziationen nachzugehen. Mit den vertieften Fragen verwandelt sich das Kunstwerk in einen Spiegel für Ihre eigenen inneren Persönlichkeits-
ebenen. Sie begegnen dem Dargestellten im Außen und wie von Zauberhand tauchen Sie ein in Ihre eigene Innenwelt.

Frida Kahlo hat uns ein Vermächtnis hinterlassen
das Seinesgleichen sucht. Sie war zu Lebzeiten erfolgreich und gewinnt von Jahr zu Jahr an internationaler Popularität. Ihre Geschichte und ihre Bilder wecken in den Menschen die Sehnsucht nach einem intensiven Leben voller Gefühle und Erlebnissen. Die westliche Welt mit der leistungs- und finanzorientierten Wirtschaft wendet sich dem Natürlichen und Lebendigen ab. Harte Faktoren und Messbarkeit dominieren die Wissenschaft.
Die expansionsgetriebene Wirtschaftswelt wird mehr und mehr oberflächlich, unverbindlich und inhaltslos. Entscheidungsträger und Führungskräfte brauchen Mut, wenn sie zu den eigenen Bedürfnissen stehen wollen. Der notwendige Wertewandel zu menschlichen Werten ist ein
schales Lippenbekenntnis.

Frida Kahlos Leben hat Vorbildcharakter. Die Wirtschaft braucht Vorreiter; Menschen, die kompromisslos zu sich stehen, auch wenn sie zu Außenseitern werden. Dabei geht es um die Entwicklung der eigenen Bedürfnisse und den damit verbundenen Talenten. Entscheidungsträger, die in Einklang mit sich sind und ihre eigene Berufung leben sind echt und charismatisch. Sie können Menschen mobilisieren und begeistern. Ihre Arbeitseinstellung und -herangehensweise wirken wie die Kunstwerke von Frida Kahlo: anregend und faszinierend.

Christine Kranz im Web
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BildnachweisSelbstbildnis MCMXLI, 1941, Frida Kahlo, The Jacques and Natasha Gelman Collection of 20th Century Mexican Art and The Vergel Foundation; Selbstbildnis mit Dornenhalsband, 1940, Frida Kahlo, The University of Texas at Austin. Beide Gemälde finden Sie im Bank Austria Kunstkatalog Frida Kahlo.

Frida Kahlo Film- und Buchempfehlungen

15. Nov.

Durch Selbstreflexion zum Erfolg

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Die Reflexion über die eigene Persönlichkeit ist eine geniale Errungenschaft des Menschen,
die hilft, das Leben erfolgreich zu führen.


Aristoteles beschreibt treffend, dass Reflexion das Wissen vom Wissen erstrebe. Dieses ureigenste und innerste Wissen ist wertvoll und einzigartig. Und, es ist Ihnen zu jeder Zeit zugänglich.

Ihre Selbstreflexion beginnt mit dem Entschluss den Blick auch nach Innen
zu richten, den Schritt zu verlangsamen und in den Spiegel zu schauen. Im Spiegelbild haben Sie die Chance sich und Ihre Arbeitssituation genau zu betrachten und Wesentliches zu erkennen. Durch Selbstreflexion erfahren Sie mehr über Ihre Stärken und Schwächen. Und können sich für die passenden Entwicklungsschritte entscheiden. Ihre Selbstreflexion ist die unerschütterliche Basis Ihrer Selbstführung. Sie gehen klarer und gestärkt Ihren Weg weiter und setzten das Erkannte entschlossen in der Wirtschaft
wie im persönlichen Leben um.

Dieser Blog bietet Ihnen interessante Artikel über Selbstreflexion, im Hinblick auf
Wirtschaft, Kommunikation, Führung und Entwicklung. Die Artikel geben Ihnen Informationen über Reflexionskompetenz und unterstützen Sie diese zu entwickeln und sich mehr Ihres eigenen Wissens zugänglich zu machen. Die Vielfalt der Zugänge zur Selbstreflexion wird Sie überraschen und hoffentlich motivieren mehr auf Ihr Potenzial zuzugreifen.

Wir von Symbolon begrüßen Sie herzlich auf diesem Blog, und freuen uns auf das, was Sie, Fachspezialisten und Interessenten hier gemeinsam kreieren werden!

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Bildnachweis: Mann vor Spiegel, 2005, Thomas Nägele, Kunstinstallation im Symbolon Conference Center in Wien, ©Symbolon AG

Buchempfehlung zum Einstieg in das Thema Selbstreflexion