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16. Jul.

Reflexion im „Sommer“

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Strategieentwicklung mit geschärfter Wahrnehmung

 

Ein Kunstwerk, das von seiner Symbolik her geeignet ist, um eine aktuelle Situation in einer Strategieentwicklung zu spiegeln, ist das Kunstwerk „Sommer“ von René Magritte. Im Reflexionsprozess versetzen sich die Betrachtenden in ihre Arbeitssituation und Entscheidungsfindung. Sie stellen sich Fragen wie zum Beispiel: Was löst das Kunstwerk in uns aus? Welche Gedanken und Assoziationen haben wir zur Strategiebildung? Wie ist die aktuelle Situation und wo sind die bremsenden und schwierigen Aspekte? Was sind die essenziellen Werte? Welches sind die zukunftsentscheidenden und erfolgsrelevanten hintergründigen Themen? Was bedeutet dies für die Strategiebildung?

Wenn im Reflexionsprozess mit Entscheidungsträgern den Assoziationen und intuitiven Gefühlen ohne Vorbehalte gefolgt wird, können verborgenen Aspekte und Zukunftsthemen sichtbar werden. Das Kunstwerk mit dem Haus und der Flagge lösen bei jedem unterschiedliche Assoziationen aus. In der Reflexion werden wesentliche Wahrnehmungen erfasst und im Austausch aufgeschlüsselt. Es wird zusätzliches neues Wissen generiert, das mit reiner Analyse nicht zugänglich ist. Die darauf folgende Strategiefindung gewinnt in vielseitiger Weise. Sie wird differenzierter und klarer ausgerichtet und kann anschließend besser kommuniziert und somit kraftvoller umgesetzt werden. In Situationen der Entwicklung und Planung, bring ein kreativer Reflexionsprozess mit einer Bildbetrachtung einen unermesslichen Mehrwert.

Die Vermittlung über das Kunstwerk geschieht nicht in Worten, sondern im Dargestellten, über den visuellen reaktiven Prozess. Farben, Formen, Symbole, Archetypen wirken auf die inneren Ebenen der Betrachter ein. Im primären Anschauen des Bildes werden die Gedanken der Betrachter über den intellektuellen Zugang aktiviert. Das reflektive Einlassen auf das Werk eröffnet den Teilnehmenden die Chance, sich von ihren gewohnten Mustern zu lösen. Sie wechseln spielerisch vom vordergründigen Beobachten ins hintergründige Erfassen. Im Laufe der Reflexion wird ihre Wahrnehmung für die unterschiedlichen Sichtweisen geschärft. Das Kunstwerk verändert sich entsprechend ihrem assoziativen Erleben. Es verwandelt sich in eine kraftvolle Reflexionsplattform für wertvolle Strategieerkenntnisse.

Zum Beispiel kann es sein, dass in einem Strategiemeeting bei der Reflexion des Kunstwerkes „Sommer“ einem Entscheidungsträger die zugezogenen Vorhänge störend auffallen. Er assoziiert diese mit Verschlossenheit und Misstrauen. Daraus folgend erinnert er sich an die verhaltene Kommunikation von einem bedeutenden Kooperationspartner. Das ganze Team wird durch seine Reflexion angeregt, diese Konstellation der Zusammenarbeit genauer unter die Lupe zu nehmen. Es entsteht ein offener Dialog, indem auch andere von ihren Wahrnehmungen und Unsicherheiten mit dem Kooperationspartner sprechen und differenziertere Fragen gestellt werden. Diffuse Umstände, die normalerweise in der Schnelligkeit der Entscheidungen unter den Teppich gekehrt werden, bringen durch deren Bearbeitung wichtige Aspekte zu Tage. Auch kann es sein, dass im Laufe der Reflexion die eigene nicht wirklich offene Kommunikation im Team und im Unternehmen zum Thema wird. Die daraus getroffenen Entscheidungen können sich im gesamten Unternehmen positiv auswirken und für eine effiziente Zielerreichung als zentral erweisen.

Reflexion unterscheidet sich wesentlich von der Analyse. Entscheidungsträger sind trainiert schnelle Analysen und Verknüpfungen herzustellen. Im Bereich der Reflexion liegt ein immenses Potenzial, das es zu entwickeln gilt. Mehr über den Unterschied zwischen Analyse und Reflexion finden Sie hier.

Christine Kranz im Web
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Bildnachweis: Sommer, 1931, René Magritte, Musée d‘Ixelles, Brüssels

23. Feb.

Wie viel Demokratie braucht die Wirtschaft?

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Die Mitbestimmung in der Wirtschaft ist ein polarisierendes Thema und eine Frage der tatsächlich gelebten Unternehmenskultur. Was für einen Mehrwert schaffen demokratisch geführte Prozesse? Wo sind die Chancen und Risiken?

Lesen Sie die kritische Meinung und Lösungsansätze von Christine Kranz in der aktuellen Kolumne von „Wirtschaft Regional“. Zur Kolumne „Wie viel Demokratie braucht die Wirtschaft?“

Ihre Meinung interessiert uns. Die Diskussion ist eröffnet.