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22. Mrz.

Der Dümmere gibt nach …

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… oder vielleicht der Empathischere? Richtig! Nur zu oft wird Empathie mit Dummheit verwechselt, denn wer empathisch ist, der hat Verständnis, kann sich gut in Andere einfühlen und sich damit selbst vielleicht auch weniger durchsetzen. Um Nachteile wettzumachen, kreieren die, welche dem nicht nachleben, dann auch noch Sprüche wie „der Klügere gibt nach…“. Na, immerhin wären wir dann klug… oder vielleicht doch nicht?

Da könnte man sich jedoch durchaus einmal fragen: „Haben wir Empathie auch richtig verstanden??“
So beschreibt Wikipedia Empathie:
Die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Zur Empathie wird gemeinhin die Fähigkeit zu angemessenen Reaktionen auf Gefühle anderer Menschen gezählt, zum Beispiel Mitleid, Trauer, Schmerz und Hilfsbereitschaft aus Mitgefühl. Die neuere Hirnforschung legt allerdings eine deutliche Unterscheidbarkeit des empathischen Vermögens vom Mitgefühl nahe. Grundlage der Empathie ist die Selbstwahrnehmung – je offener eine Person für ihre eigenen Emotionen ist, desto besser kann sie auch die Gefühle anderer deuten. Empathie spielt in vielen Wissenschaften und Anwendungsbereichen eine fundamentale Rolle, von der Kriminalistik über die Politikwissenschaft, Psychotherapie, Psychologie, Physiologie, Physiotherapie, Pflegewissenschaft, Pädagogik, Philosophie, Sprachwissenschaft, Medizin und Psychiatrie bis hin zum Management oder auch Marketing.

Ja wo genau ist denn jetzt der Fehler entstanden? Grundlage der Empathie ist Selbstwahrnehmung, nicht «Anderwahrnehmung», denn erst die Selbstwahrnehmung erlaubt uns, Andere wahrzunehmen. Wo kämen wir hin ohne Empathie? Warum denn sollte Empathie ein Nachteil sein? Ist Empathie nicht viel mehr eine grossartige Intelligenz, die immer dann zum Tragen kommt, wenn wir mit anderen fühlenden Wesen zu tun haben, also meistens?

Hat denn die dumme Seite der Empathie nicht viel mehr mit dem Grenzensetzen zu tun? Damit, dass ich auch mein eigener Stakeholder bin und mich deshalb ebenso ernst nehmen könnte oder müsste, wie die Andern?
Nein, Empathie ist definitiv keine Falle, sondern Empathie schafft eine bessere Welt! Empathie hilft uns, zu erkennen, was in andern vorgeht, und dies in unsere Entscheidungen und Aktionen einzubeziehen. Was uns vielmehr fehlt ist die Achtsamkeit auf was gerade um uns herum abgeht und das Wahrnehmen – und ernst nehmen – unserer eigenen Bedürfnisse und Interessen. Wer immer nur als Erwartungserfüller unterwegs ist, der muss sich auch nicht wundern, wenn er, respektive sie, in der Verwirklichung seiner Absichten und Ziele zu kurz kommt, denn da liegt der Hase im Pfeffer. Wer den Mut nicht hat, zu dem zu stehen, was in ihrem Leben wichtig und richtig ist, soll das nicht auf einen Ueberschuss an Empathie abschieben, auch wenn Ausreden immer praktisch sind. Es gibt sie nicht, die Empathiefalle! Es gibt nur die Aufforderung, die eigene Vision und Absicht klar zu erkennen (und zu kommunizieren) seinen eigenen Werten und Prinzipien konsequent nachzuleben und sich damit auseinanderzusetzen, was wir der Umwelt Gutes tun möchten, was wir in unserem direkten Umfeld verändern und was wir hinterlassen wollen. Wie soll mein Fussabdruck in der Welt aussehen? Wenn ich dabei auch noch merke, was in andern vorgeht, dann umso besser, denn das hilft mir, noch wirksamer zu sein und noch intelligenter zu agieren und zu reagieren. Natürlich kann ich dann nicht hemmungslos verletzen. Selbstverständlich werde ich die Bedürfnisse und Anliegen anderer adäquat berücksichtigen. Doch ich werde auch meine eigenen Zwickmühlen offenlegen, denn es soll ja weder auf die Kosten des andern, noch auf meine gehen, sondern eine gleichberechtigte Interessensabwägung stattfinden, aufgrund welcher die optimale Lösung gefunden und umgesetzt wird. Dazu ein Beispiel:

Als Managerin-Mutter-Ehefrau-Partnerin-Kollegin-Vertragspartnerin (um einmal so ein einfaches Profil aufzuzeigen, das wir gelegentlich haben) wird es uns nicht immer möglich sein, alle diese Teilrollen perfekt zu erfüllen, obwohl all diese Teile in uns das durchaus möchten. Nun stellen alle die Gegenrollen dazu, also Vorgesetzte-Direktunterstellte-Kinder-Ehemann-Partner-Kollegen-Vertragspartner (kurz VDKEPKV) auch noch – oft durchaus berechtigte – Ansprüche, denen wir selbstverständlich gleichzeitig gerecht werden wollen und vielleicht auch sollten. Mit Empathie hat es lediglich das zu tun, dass wir sofort merken, was wir tun müssten und sollten, vielleicht aber nicht möchten. Weiter aber auch gar nichts. Es geht nun darum, dass wir diese Dilemmata – eigentlich Multilemmata – erkennen und offenlegen. Unser Gegenüber wird dann beim Ausdiskutieren und Verhandeln seine/ihre Empathie einschalten und ebenfalls Rücksicht nehmen….. Ehrlich?

Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis leider grösser als in der Theorie (Ernst Ferstl). Denn nun beginnen praktisch natürlich Machtausübung und Manipulation. Wir kämpfen ja mutig und offen für Gleichberechtigung – aber ganz im Vertrauen: behandeln wir uns selber gleichberechtigt oder opfern wir uns selber nur allzu schnell für die Erwartungen und Ansprüchen anderer?

Sie haben die Wahl!
Entweder Sie stehen zu sich selber und wählen – natürlich immer aus Ihrem höchsten Bewusstsein heraus – was das Richtige ist in diesem Moment und für diese Situation ist, oder Sie geben einfach nach und tun das, was Andere von Ihnen wollen.
The choice is yours!

Aber blamieren Sie dann nicht ein Uebermass an Empathie dafür, denn das Gegenteil ist der Fall. Hätten Sie auf Ihre Empathie gehört, dann hätten Sie wahrscheinlich ein sauberes Zwickmühlenmanagement gemacht und so eine echt kreative, gleichberechtigte und situationsgerechte Lösung gefunden, denn Empathie ist keine Falle, sondern eine unglaublich differenzierte Kompetenz, die es uns erlaubt, intuitiv zu erfassen, wie es uns und andern geht und damit die intelligenteste aller Lösungen zu finden.

Wie können Sie Ihre Empathie fördern? Ganz einfach: Fragen Sie sich, wie es Ihnen selber in genau diesem Moment geht. Nehmen Sie achtsam wahr, was Sie fühlen und denken. Spüren Sie, wie es andern geht. Achten Sie auf Veränderungen.

Wie können Sie Empathie unterdrücken, sollten Sie doch einmal den Eindruck haben, zuviel davon zu haben: Einfach nichts mehr wahrnehmen, sondern eindimensional, mit grossem Durchsetzungsvermögen und einsichtsloser Zielorientierung Ihre Absicht durchziehen, egal was um Sie herum läuft und wie gross der Preis für Ihr Tun auch sein möge. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Christina Kuenzle im Web
christina.kuenzle@symbolon.com ∙ www.symbolon.com
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Dieser Artikel ist im Businessmagazin Ladies Drive erschienen.

21. Dez.

Reflektiert ins Neue Jahr

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Die Advents- und Festtagszeit am Jahresende aber auch der Übergang ins Neue Jahr
ist für viele mit Stress verbunden. Jahresabschlüsse, Planungen und Neuorientierungen stehen an
und bisher vor sich hergeschobene To-Dos werden auf den letzten Drücker erledigt.
Die ganzen Erwartungen dabei und die Hektik können einem in dieser Zeit leicht Kraft
und Nerven rauben. An eine besinnliche Zeit ist nicht zu denken.

Doch gerade zum Jahreswechsel hin wird auch gerne das sich dem Ende neigende Jahr
mit all seinen schönen und schwierigen Ereignissen reflektiert.
„Was habe ich dieses Jahr Neues erlebt? Inwiefern konnte ich meine Pläne umsetzen?
Bin ich mit den Veränderungen zufrieden? Was muss ich im kommenden Jahr tun, um meinen Überzeugungen näherzukommen?“

Oft erkennen wir beim Überdenken vergangener Vorsätze und Lebenssituationen neue
aufsteigende Wünsche und Bedürfnisse. In der Einkehr hilft uns die Selbstreflexion, uns auf das Wesentliche zu besinnen.
Das Symbolon-Reflexionstraining verspricht dabei komplette Zeit- und Ortsunabhängigkeit.
Im Selbststudium tauchen Sie durch individuell gewählte E-Learning-Pakete in innere Tiefen ein
und beleuchten sowohl festgefahrenes als auch aufkommendes Potenzial.
Dabei bekommen Sie Klarheit für das Neue und erschließen die Kraftreserven in Ihnen selbst.
Dieser Prozess und die daraus gewonnene Gewissheit ermöglicht es Ihnen,
stimmige Entscheidungen zu treffen, im flow zu sein und mit Energie ins Neue Jahr zu navigieren.

Buchen Sie noch in diesem Jahr Ihr individuelles E-Learning-Paket im Umfang von ca. 14 Std.
zum Preis von 480.- Euro.

Weitere Informationen unter:
https://www.symbolon.com/reflexions-training

Für Anmeldungen auch über die Feiertage oder Fragen gerne per Mail an:
office@symbolon.com

Christine Kranz im Web
christine.kranz@symbolon.com ∙ www.symbolon.com
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 Bildnachweis: © shutterstock

31. Jan.

Mit weniger mehr erreichen

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Wie Reflexion hilft Ballast zu erkennen und die Komfortzone zu verlassen

Genau ein Monat des neuen Jahres ist vergangen. Sind Sie selbst Ihren Zielen näher gekommen? Und haben Sie das, was Sie sich mit Ihrem Team, Ihren Kooperationspartnern und Kunden vorgenommen haben, erreicht?

Persönliche und organisationale Entwicklungen benötigen Planung, Geduld, Disziplin und eine Vision. Dafür müssen wir den Sinn und das Wesentliche erkennen, meist hohen Einsatz bringen und bereit sein zu verzichten.

Das ist oft schwer, denn unsere Wohlstands- und Angstkultur macht uns träge und wirkt lähmend. Verlustängste werden genährt, Potentialentfaltung wird verhindert. Viel zu viele „wenn“ und „aber“ stehen uns im Weg. Kennen Sie Aussagen oder auch eigene Gedanken wie „Ich kann das nicht, weil irgendjemand oder irgendetwas …“? Oft werden Blockaden und Misserfolge mit äußeren Faktoren begründet. Doch diese Gedanken oder sogar Einstellung ist unreif und selbstverhindernd. Denn äußere und innere Faktoren bewirken sich gegenseitig.

Der folgende Film symbolisiert mit dem Berg hohe Ziele und der Mondsichel das Reflektieren, in sich gehen und Verborgenes erkennen. Auch wenn der Mond zwischenzeitlich aus unserem Blick verschwindet, so ist er doch immer da. Mit Reflexion klären wir die Höhe und Weite unseres Tuns bereichern es mit Tiefe und Sinn.


Reflexion hilft in der Überfülle der Möglichkeiten sich zu erinnern, dass es bei zentralen Veränderungen in erster Linie nicht darum geht, was wir verstärken oder vermehren, sondern was wir reduzieren oder abschaffen. Effizient ist, wer in der Zusammenarbeit sich gegenseitig ermutigt Klarheit zu schaffen und unnötigen Ballast abzuwerfen. Leichtes Gepäck ermöglicht Agilität im Innen und Außen.

Im gemeinsamen Tun ist es erfolgsentscheidend, laufend blinde Flecken bewusst zu machen, Selbstverantwortung zu ermöglichen und entschlossen die Komfortzone zu verlassen. Dies eröffnet neue Perspektiven und sich kraftvoll Zukunftschancen hinzuwenden. Auch gemeinsam reflektierte und durchaus auch hohe Ziele zu setzen. Optimistisch zu sein und gleichzeitig damit zu rechnen, dass das Angestrebte eventuell nicht erreicht werden kann.

Außergewöhnliche Ziele, sei es für sich selbst oder die Organisation, brauchen eine innovative Einstellung und ansteckende, beflügelnde Aufbruchsstimmung. Schlussendlich ist etwas nicht Erreichtes ein kleinerer Verlust als eine vertane Chance. Noch ganze 11 Monate liegen in diesem frischen, chancenvollen Jahr vor uns. Auf geht’s mit weniger, für mehr Erfolg!

Christine Kranz im Web
christine.kranz@symbolon.com ∙ www.symbolon.com
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Filmnachweis: © shutterstock Wilderness Snow Mountain Peaks

Weitere Impulse zur Zielerreichung finden Sie im weekend magazin Interview ‚Erfolgreiches 2017 – Zielgerade‘ vom 20.1.17